Skip to content

philophonie.com

"L'avenir est donc à la philophonie." Erik Satie

Menu
  • Kompositionen
  • Nils Günther
Menu

Klänge, für die es Wörter geben müsste

Posted on September 29, 2024September 29, 2024 by admin

Dem großartigen Douglas Adams verdanken wir nicht nur „Per Anhalter durch die Galaxis“ und den jährlich stattfindenden Handtuch-Tag. Er machte sich zusammen mit John Lloyd auch Gedanken darüber, für welche Dinge es keine Namen gibt, aber geben sollte. Das Ergebnis war das Buch „The Meaning of Liff“, bzw. die später erweiterte Version „The Deeper Meaning of Liff“. In diesem Wörterbuch sind Wörter aufgelistet für diverse Dinge, die noch keinen Namen hatten. Die jeweiligen Bezeichnungen sind für sich nicht erfunden, sondern Ortsnamen, deren ursprüngliche Bedeutung ohnehin niemandem mehr bewusst sein dürften.
Dass sich nun unter diesen neuen Namen auch welche für diverse klangliche Phänomene finden, kann man sich denken. Einige Beispiele seien hier vorgestellt:


Clackmannan n.
The sound made by knocking over an elephant’s-foot umbrella-stand full of walking-sticks.

Tampa n.
The sound of a rubber eraser coming to rest after dropping off a desk in a very quiet room.

Kabwum n.
The cutesy humming noise you make as you go to kiss someone on the cheek.

Oshkosh n.
The noise made by someone who has just been grossly flattered and is trying to make light of it.

Pitlochry n.
The background gurgling noise heard in fast food restaurants caused by people trying to get the last bubbles out of their milkshakes by slurping
loudly through their straws.


Quelle:
The Deeper Meaning of Liff:
A Dictionary of Things There Aren’t Any Words for Yet–But There Ought to Be
Douglas Adams
John Lloyd


Es sei erwähnt, dass es auch eine deutsche „Übersetzung“ davon gibt, die den Titel „Der tiefere Sinn des Labenz“ trägt. Dort werden – wenn ich mich recht erinnere – die englischen Ortsnamen komplett mit deutschen ausgetauscht.

Die meisten der Namen für Geräusche sind dann auch solche, die eigentlich in den Bereich der Onomatopoesie gehören, also der Schallnachahmung. Nun gehen Adams und Lloyd den umgekehrten Weg, indem sie bestehende Wörter nutzen und sich ausdenken, von welchem Geräusch sie abgeleitet sein könnten. Das erfordert eine gewisse kindliche Kreativität, die ich nur bewundern kann.

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.

Neueste Beiträge

  • Über meine Kompositionen
  • Musik als Werden und Vergehen
  • Klänge, für die es Wörter geben müsste
  • Liä Dsi (Liezi): Musikverständnis
  • Nietzsche: Das Ohr als Organ der Furcht

Douglas Adams Geräusche Klänge beschreiben Nietzsche Ohr Philosophie Wandlungsphasen

©2026 philophonie.com | Built using WordPress and Responsive Blogily theme by Superb