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Klänge, für die es Wörter geben müsste

Posted on September 29, 2024April 2, 2026 by admin

Dem großartigen Douglas Adams verdanken wir nicht nur „Per Anhalter durch die Galaxis“ und den jährlich stattfindenden Handtuch-Tag. Er machte sich zusammen mit John Lloyd auch Gedanken darüber, für welche Dinge es keine Namen gibt, aber geben sollte. Das Ergebnis war das Buch „The Meaning of Liff“, bzw. die später erweiterte Version „The Deeper Meaning of Liff“. In diesem Wörterbuch sind Wörter aufgelistet für diverse Dinge, die noch keinen Namen hatten. Die jeweiligen Bezeichnungen sind für sich nicht erfunden, sondern Ortsnamen, deren ursprüngliche Bedeutung ohnehin niemandem mehr bewusst sein dürften.
Dass sich nun unter diesen neuen Namen auch welche für diverse klangliche Phänomene finden, kann man sich denken. Einige Beispiele seien hier vorgestellt:


Clackmannan n.
The sound made by knocking over an elephant’s-foot umbrella-stand full of walking-sticks.

Tampa n.
The sound of a rubber eraser coming to rest after dropping off a desk in a very quiet room.

Kabwum n.
The cutesy humming noise you make as you go to kiss someone on the cheek.

Oshkosh n.
The noise made by someone who has just been grossly flattered and is trying to make light of it.

Pitlochry n.
The background gurgling noise heard in fast food restaurants caused by people trying to get the last bubbles out of their milkshakes by slurping
loudly through their straws.


Quelle:
The Deeper Meaning of Liff:
A Dictionary of Things There Aren’t Any Words for Yet–But There Ought to Be
Douglas Adams
John Lloyd


Es sei erwähnt, dass es auch eine deutsche „Übersetzung“ davon gibt, die den Titel „Der tiefere Sinn des Labenz“ trägt. Dort werden – wenn ich mich recht erinnere – die englischen Ortsnamen komplett mit deutschen ausgetauscht.

Die meisten der Namen für Geräusche sind dann auch solche, die eigentlich in den Bereich der Onomatopoesie gehören, also der Schallnachahmung. Nun gehen Adams und Lloyd den umgekehrten Weg, indem sie bestehende Wörter nutzen und sich ausdenken, von welchem Geräusch sie abgeleitet sein könnten. Das erfordert eine gewisse kindliche Kreativität, die ich nur bewundern kann.

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