„Ganz gewiß ist Musik das sublimste Mittel, unsere geistigen Fähigkeiten in einer allgemeingültigen, abstrakten Weise auszubilden; nämlich, Schwingungen und Schwingungsverhältnisse, Organismen und Prozesse von Schwingungen wahrzunehmen, um zunehmend wacher, intelligenter, gedankenreicher, polyphoner, gefühlsreicher und feinfühliger zu werden.“ Karlheinz Stockhausen beklagt in diesem Text eine zunehmende Oberflächlichkeit im Umgang mit Musik. Er stellt fest, dass die Fähigkeit des…
Kategorie: Komposition
You Can Talk to Plants. Maybe You Should Listen.
Der Artikel mit dem Titel „You Can Talk to Plants. Maybe You Should Listen.“ (erschienen am 11. Juni 2019 in der New York Times) befasst sich mit der akustischen Welt der Pflanzen und einer entsprechenden Kunstinstallation im Brooklyn Botanic Garden. Link zum Artikel: https://www.nytimes.com/2019/06/11/science/plant-sounds-brooklyn-botanic-garden.html Musikalische Botanik bei John Cage John Cage nutzte in seinen Werken Child of Tree (1975) und Branches (1976)…
John Cage/Thomas Mace: To sober and quiet the mind
„If any difference be, it is in that Music speaks so transcendently, and communicates its notions so intelligibly to the internal, intellectual and incomprehensible Faculties of the Soul, so far beyond all language of words…. Those Influences that come along with it, may aptly be compared to Emanations, Communications or Distillations of some sweet and heavenly…
Hans Wüthrich: Die singende Schnecke (1979)
Das Konzept: Projizierendes Hören Wüthrichs Werk ist kein klassisches Notat, sondern ein Konzept für imaginäres Hören. Der Titel bezieht sich nicht auf das Tier, sondern auf die Gehörschnecke (Cochlea) im menschlichen Ohr. Das zentrale Element ist das „projizierende Hören“: Die Erkenntnis, dass das Ohr nicht nur passiv Schall empfängt, sondern dass das Gehirn über zentrifugale Nervenbahnen Impulse zurück zum Ohr…