Quellen zur Philosophie der Akustik von der Stoa bis zum Zhuangzi „Ich bin nicht an der Psychologie des Hörens interessiert, sondern am Hören selbst.“ — Morton Feldman, Give My Regards to Eighth Street I. Die Griechische Antike: Das Modell der Welle 1. Aristoteles: Die Form ohne Materie „Das Hören ist das Empfangen der wahrnehmbaren Formen ohne die…
Kategorie: Ohr
Studie: Hörvermögen und die Ohranatomie des Braunbrustigels (Erinaceus europaeus)
Die Studie liefert erstmals detaillierte Daten über den Hörbereich und die Anatomie des Innenohrs des europäischen Igels. Diese Erkenntnisse sind besonders relevant für den Artenschutz, um beispielsweise wirksame akustische Abschreckungsmittel zu entwickeln, die Igel von Gefahrenquellen wie Straßen oder Mährobotern fernhalten. Methodik Zentrale Ergebnisse Bedeutung für den Naturschutz Da der Straßenverkehr eine der Hauptursachen für…
Studie: The perception of silence
Übersicht: Studie zur Wahrnehmung von Stille Die zentrale Frage der Untersuchung lautete, ob unser Gehörsinn Stille aktiv wahrnimmt oder ob Stille lediglich als „Pause“ des Systems zu verstehen ist. Die Original-Studie Die im Artikel erwähnte Untersuchung wurde im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.
Hans Wüthrich: Die singende Schnecke (1979)
Das Konzept: Projizierendes Hören Wüthrichs Werk ist kein klassisches Notat, sondern ein Konzept für imaginäres Hören. Der Titel bezieht sich nicht auf das Tier, sondern auf die Gehörschnecke (Cochlea) im menschlichen Ohr. Das zentrale Element ist das „projizierende Hören“: Die Erkenntnis, dass das Ohr nicht nur passiv Schall empfängt, sondern dass das Gehirn über zentrifugale Nervenbahnen Impulse zurück zum Ohr…
C. G. Jung: Lärm als Kompensation der Angst
In einem Brief aus dem Jahr 1957 antwortet der Tiefenpsychologe C. G. Jung auf eine Anfrage von Prof. Karl Oftinger, dem Gründer der „Liga gegen den Lärm“. Jung analysiert darin den modernen Lärm nicht nur als akustische Störung, sondern als ein tiefenpsychologisches Symptom unserer Kultur. Hintergrund Prof. Oftinger hatte Jung gebeten, einen Artikel über das Problem des Lärms zu…
Zitat: Triebfedern des Herzens: Das Gehör als edelster Sinn
Die Natur hat eine ganz unmittelbare Verbindung zwischen dem Gehör und dem Herzen gestiftet; jede Leidenschaft kündiget sich durch eigene Töne an, und eben diese Töne erweken in dem Herzen dessen, der sie vernihmt, die leidenschaftliche Empfindung, aus welcher sie entstanden sind. Aber das Gehör kann durch unharmonische Töne so sehr wiedrig angegriffen werden, daß…
Horchen an einer Quelle
„Anfangs, als ich hinkam, war meine innere Energie noch oberflächlich und meinGeist unruhig, so dass das Ohr noch gar nicht in die Quelle einzudringen vermochte.Das Rauschen der Blätter in den Bäumen und das Vogelgezwitscher im Tal,all das mischte sich noch störend darunter. Gegen Sonnenuntergang aber ließ ichmich dort zur Ruhe nieder, wandte Schauen und Horchen nach innen, bis in mir…
Konzept „Musik hörend verstehen“
2017 habe ich dieses Konzept entworfen, das ich seither immer wieder in Kursen erprobe. Ich stelle es hier in seiner ursprünglichen Form ein, auch wenn es sich mittlerweile teilweise verändert/erweitert hat. MUSIK HÖREND VERSTEHEN EIN KONZEPT Der gängige Weg, ein Verständnis für Musik zu entwickeln, führt in der Regel auch heute noch über den akademisch…
Nietzsche: Das Ohr als Organ der Furcht
[1174] Nacht und Musik. – Das Ohr, das Organ der Furcht, hat sich nur in der Nacht und in der Halbnacht dunkler Wälder und Höhlen so reich entwickeln können, wie es sich entwickelt hat, gemäß der Lebensweise[1174] des furchtsamen, das heißt des allerlängsten menschlichen Zeitalters, welches es gegeben hat: im Hellen ist das Ohr weniger nötig. Daher…