Quellen zur Philosophie der Akustik von der Stoa bis zum Zhuangzi „Ich bin nicht an der Psychologie des Hörens interessiert, sondern am Hören selbst.“ — Morton Feldman, Give My Regards to Eighth Street I. Die Griechische Antike: Das Modell der Welle 1. Aristoteles: Die Form ohne Materie „Das Hören ist das Empfangen der wahrnehmbaren Formen ohne die…
Kategorie: Philosophie
John Cage/Thomas Mace: To sober and quiet the mind
„If any difference be, it is in that Music speaks so transcendently, and communicates its notions so intelligibly to the internal, intellectual and incomprehensible Faculties of the Soul, so far beyond all language of words…. Those Influences that come along with it, may aptly be compared to Emanations, Communications or Distillations of some sweet and heavenly…
C. G. Jung: Lärm als Kompensation der Angst
In einem Brief aus dem Jahr 1957 antwortet der Tiefenpsychologe C. G. Jung auf eine Anfrage von Prof. Karl Oftinger, dem Gründer der „Liga gegen den Lärm“. Jung analysiert darin den modernen Lärm nicht nur als akustische Störung, sondern als ein tiefenpsychologisches Symptom unserer Kultur. Hintergrund Prof. Oftinger hatte Jung gebeten, einen Artikel über das Problem des Lärms zu…
Adorno: Die Typologie musikalischen Verhaltens
In seinen Vorlesungen zur Einleitung in die Musiksoziologie (1961/62) entwirft Theodor W. Adorno eine Typologie des musikalischen Hörens. Er betont dabei, dass diese Typen „idealtypisch“ zu verstehen sind und in der Realität selten „chemisch rein“ vorkommen. Das entscheidende Kriterium für seine Einteilung ist die Angemessenheit des Hörens an die objektive Struktur des Kunstwerks. Hier ist eine Zusammenfassung der von ihm beschriebenen…
Horchen an einer Quelle
„Anfangs, als ich hinkam, war meine innere Energie noch oberflächlich und meinGeist unruhig, so dass das Ohr noch gar nicht in die Quelle einzudringen vermochte.Das Rauschen der Blätter in den Bäumen und das Vogelgezwitscher im Tal,all das mischte sich noch störend darunter. Gegen Sonnenuntergang aber ließ ichmich dort zur Ruhe nieder, wandte Schauen und Horchen nach innen, bis in mir…
Nietzsche: Das Ohr als Organ der Furcht
[1174] Nacht und Musik. – Das Ohr, das Organ der Furcht, hat sich nur in der Nacht und in der Halbnacht dunkler Wälder und Höhlen so reich entwickeln können, wie es sich entwickelt hat, gemäß der Lebensweise[1174] des furchtsamen, das heißt des allerlängsten menschlichen Zeitalters, welches es gegeben hat: im Hellen ist das Ohr weniger nötig. Daher…